Promis buchen ist seit der Pandemie für Unternehmen, Veranstalter und private Gastgeber zu einer realistischen Option geworden. Wer einen prominenten Gast für eine Firmenfeier, Hochzeit oder Markenkampagne sucht, steht vor drei Fragen: Welche Bekanntheitsstufe passt zum Anlass, was kostet ein Auftritt realistisch und wie läuft die Buchung ab. Dieser Ratgeber führt Sie durch den Prozess, nennt Honorar-Spannen für 2026 und zeigt, worauf Sie im Vertrag achten müssen.
Wer gilt als Promi und welche Kategorien gibt es
Die Buchungsagenturen unterscheiden in der Regel vier Bekanntheitsstufen. Diese Einstufung bestimmt sowohl Honorar als auch Verfügbarkeit.
- A-Promis: National oder international bekannt, regelmäßig in Top-Medien. Beispiele aus den Bereichen Film, Sport oder Musik.
- B-Promis: Bundesweit bekannt, regelmäßige TV-Präsenz, häufig im Reality- und Show-Bereich.
- C-Promis: Regional bekannt oder einmalig in einer großen Show vertreten, oft Ex-Reality-Teilnehmer oder Branchenstars.
- Influencer und Creator: Reichweite primär auf Instagram, TikTok oder YouTube. Honorar orientiert sich an Followerzahl und Engagement.
Was kostet es, einen Promi zu buchen
Honorare hängen von Bekanntheit, Auftrittsdauer, Anlass und kommerzieller Nutzung ab. Die folgenden Spannen sind Marktindikatoren für 2026 und gelten für einen Standard-Auftritt von 60 bis 90 Minuten ohne Bühnenshow.
| Kategorie | Honorar-Spanne (netto) | Typische Anlässe |
|---|---|---|
| A-Promi | 30.000 bis 250.000 Euro | Großgalas, internationale Markenkampagnen |
| B-Promi | 5.000 bis 25.000 Euro | Firmenfeiern, Messeauftritte |
| C-Promi | 1.500 bis 7.500 Euro | Hochzeiten, mittelständische Events |
| Influencer (100k+) | 2.000 bis 30.000 Euro | Markenkampagnen, Content-Produktion |
Hinzu kommen Anreise, Übernachtung, Hair & Make-up und gegebenenfalls eine Begleitperson. Ein detaillierter Überblick steht im Artikel Was kostet es, einen Promi zu buchen.
Anbieter: Wie Sie an einen Promi kommen
Der direkte Weg führt fast nie über soziale Netzwerke oder die Manager-E-Mail. In der Praxis arbeiten Sie mit einer der folgenden drei Anlaufstellen.
Booking-Agenturen
Spezialisierte Vermittler mit eigenem Roster. Sie kennen Verfügbarkeiten, übernehmen Vertragsverhandlung und Anreise. Provision liegt bei 15 bis 25 Prozent des Honorars, meist im Honorar enthalten und nicht zusätzlich für den Kunden.
Künstleragenturen und Management
Direkter Kontakt zur Person, allerdings nur für deren eigene Klienten. Eignet sich, wenn Sie bereits einen konkreten Namen im Kopf haben und nicht aus einem Pool wählen wollen.
Eventagenturen mit Promi-Vermittlung
Wickeln das Gesamt-Event ab und buchen den Promi als Teil des Pakets. Praktisch bei größeren Veranstaltungen mit Catering, Technik und Location.
Der Buchungsablauf in fünf Schritten
- Briefing erstellen: Anlass, Datum, Ort, Auftrittsdauer, Zielgruppe und Budget-Rahmen schriftlich fixieren.
- Anfrage an Agentur: Mindestens drei Wochen Vorlauf, bei A-Promis sechs bis zwölf Monate.
- Verfügbarkeitscheck und Angebot: Agentur liefert Honorar-Vorschlag und Eckpunkte des Riders.
- Vertrag und Anzahlung: Üblich sind 30 bis 50 Prozent bei Vertragsunterzeichnung, Restzahlung am Auftrittstag oder kurz davor.
- Logistik und Auftritt: Anreise, Hotel, Backstage-Vorbereitung, Auftritt nach abgestimmtem Ablauf.
Vertrag und Rider: Was unbedingt geregelt sein muss
Der schriftliche Vertrag schützt beide Seiten. Folgende Punkte sind in der Eventbranche üblich und sollten ausnahmslos enthalten sein.
- Honorar: Netto, Mehrwertsteuer separat ausgewiesen, Zahlungstermine
- Auftrittsdauer und Inhalt: Was genau geleistet wird, ob Fragerunde, Foto-Session oder Autogrammstunde inklusive ist
- Anreise und Übernachtung: Klasse der Anreise, Hotel-Kategorie, Anzahl Begleitpersonen
- Rider: Catering-Wünsche, Garderobe, technische Anforderungen
- Ausfallhonorar: Bei Krankheit oder höherer Gewalt, oft 50 bis 100 Prozent des Honorars
- Bildrechte: Ob und wie Fotos vom Auftritt für Social Media oder Presse verwendet werden dürfen
- Persönlichkeitsrecht: Welche Inhalte und Fragen tabu sind
Die Details sind im Artikel Promi-Vertrag und Rider ausführlich beschrieben.
Welcher Anlass passt zu welchem Promi-Typ
Die Wahl der Person sollte zum Charakter der Veranstaltung passen. Eine Fehlbesetzung wirkt unprofessionell und kostet im Zweifel mehr als ein gut passender C-Promi.
- Firmenfeier oder Sommerfest: Comedians, Moderatoren, Ex-Sportler. Volksnah, breit unterhaltsam.
- Galas und Awards: A- und B-Promis als Laudatoren oder Keynote-Speaker.
- Hochzeiten: Sänger oder Comedians, oft als Überraschung. Diskretion und Foto-Verzicht sind häufig vereinbart.
- Markenkampagnen: Influencer mit passender Zielgruppe oder Schauspieler mit Wiedererkennungswert.
- Produktlaunches und Messen: Branchenbezogene Persönlichkeiten oder reichweitenstarke Influencer.
Häufige Fehler bei der Promi-Buchung
Aus der Praxis gibt es vier wiederkehrende Probleme, die fast alle vermeidbar sind.
- Zu kurzer Vorlauf: A-Promis sind oft sechs Monate oder länger ausgebucht.
- Zu enges Briefing: Wenn Anlass und Erwartung nicht klar sind, werden Auftritte unrund.
- Mündliche Absprachen: Was nicht im Vertrag steht, gilt nicht. Insbesondere Foto- und Social-Media-Rechte.
- Falsche Locations: Manche Promis treten nur in geschlossener Gesellschaft oder bei bestimmten Mindest-Gästezahlen auf.
FAQ: Promis buchen
Wie lange im Voraus muss ich einen Promi buchen?
Für B- und C-Promis sind drei bis acht Wochen üblich. A-Promis sollten Sie sechs bis zwölf Monate vorher anfragen, teils noch früher.
Kann ich auch direkt bei der Person anfragen?
Selten erfolgreich. Anfragen über Social Media oder Manager-E-Mail werden meist nicht beantwortet, weil keine Vertrags- und Honorar-Struktur dahinter steht. Der Weg über eine Booking-Agentur ist effizienter.
Was passiert, wenn der Promi krank wird?
Im Vertrag wird üblicherweise eine Ausfallregelung vereinbart. Bei höherer Gewalt entfällt das Honorar oder reduziert sich, der Veranstalter trägt jedoch oft Anreise- und Vorbereitungskosten.
Wer ist für die Versicherung des Auftritts zuständig?
Veranstalterhaftpflicht und gegebenenfalls Eventausfallversicherung liegen beim Auftraggeber. Persönliche Risiken des Künstlers sind Sache der Booking-Agentur.
Kann der Promi auch eine Rede halten?
Ja, das wird vorher festgelegt und gegebenenfalls von einem Redenschreiber unterstützt. Eine reine Keynote-Rede ist meist günstiger als ein Show-Auftritt.
miet24 als Vermittler: Promis und Acts aus einer Hand
Über das miet24-Netzwerk im Bereich Stars erreichen Sie Booking-Agenturen für Schauspieler, Sportler, Influencer und Moderatoren. Für Acts mit Show-Charakter wie Tanzshows, Zauberer oder Comedians ergänzt das Entertainment-Verzeichnis das Angebot. Wer eine Hochzeitslocation, Bühne oder Veranstaltungstechnik benötigt, findet diese im Partyverleih. So lässt sich der gesamte Event-Bedarf an einem Ort planen.
Disclaimer
Honorare und Verfügbarkeiten sind Marktindikatoren auf Basis von Branchenangaben aus 2026. Tatsächliche Konditionen hängen von Termin, Anlass, kommerzieller Nutzung und Verhandlungsspielraum der jeweiligen Agentur ab. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung zum Persönlichkeits- oder Vertragsrecht.
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