{"id":333,"date":"2026-05-08T08:02:00","date_gmt":"2026-05-08T06:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.miet24.de\/blog\/?p=333"},"modified":"2026-05-08T08:02:00","modified_gmt":"2026-05-08T06:02:00","slug":"privat-auto-vermieten-steuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.miet24.de\/blog\/privat-auto-vermieten-steuer\/","title":{"rendered":"Privat Auto vermieten und die Steuer: Freigrenzen, Nachweise und Gewerbe"},"content":{"rendered":"<p>Wer das eigene Auto an Dritte vermietet, erzielt Einnahmen. Die <strong>Privat Auto vermieten Steuer<\/strong> beginnt bei der einfachen Frage: Bis 256 Euro pro Jahr steuerfrei, dar\u00fcber Erkl\u00e4rungspflicht. Wer regelm\u00e4\u00dfig und umfangreich vermietet, kann sogar als Gewerbe eingestuft werden. Wir zeigen die Grundregeln, ohne den Steuerberater zu ersetzen.<\/p>\n<p>Der Markt f\u00fcr private Autovermietung w\u00e4chst seit 2020 deutlich. Zehntausende deutsche Fahrzeugbesitzer erzielen \u00fcber Plattformen wie Shary, Turo, SnappCar oder Getaround Zusatzeinnahmen aus ihrem Auto (Statista, 2024). Die steuerliche Behandlung ist klar geregelt, aber f\u00fcr Erstvermieter oft un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Dieser Artikel dient ausschlie\u00dflich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. F\u00fcr eine verbindliche Einsch\u00e4tzung wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt, Steuerberater oder Ihre Versicherung.<\/p>\n<h2>Die zentrale Freigrenze: 256 Euro pro Jahr<\/h2>\n<p>\u00a7 22 Nr. 3 EStG regelt die steuerliche Behandlung von Einnahmen aus gelegentlichen privaten Vermietungen.<\/p>\n<p><strong>Die Freigrenze.<\/strong> Einnahmen bis 256 Euro pro Kalenderjahr aus gelegentlichen privaten Vermietungen sind steuerfrei. Diese Summe gilt f\u00fcr alle privaten Vermietungen zusammen, nicht pro Vermietungsobjekt.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber der Freigrenze.<\/strong> Sobald die Gesamteinnahmen aus gelegentlichen Vermietungen 256 Euro \u00fcberschreiten, m\u00fcssen alle Einnahmen als sonstige Eink\u00fcnfte angegeben werden. Nicht nur der Anteil \u00fcber 256 Euro.<\/p>\n<p><strong>Konkretes Beispiel.<\/strong> Sie vermieten Ihr Auto f\u00fcnfmal pro Jahr f\u00fcr je 60 Euro. Gesamteinnahmen: 300 Euro. Da \u00fcber der Freigrenze, m\u00fcssen Sie alle 300 Euro angeben. Die Freigrenze fungiert als Schwellenwert, nicht als Freibetrag.<\/p>\n<h2>Werbungskosten gegenrechnen<\/h2>\n<p>Wer Einnahmen erkl\u00e4rt, kann auch Kosten gegenrechnen.<\/p>\n<p><strong>Anteilige Werbungskosten.<\/strong> Versicherung, Wartung, Wertminderung anteilig nach Vermietungstagen. Wenn Sie Ihr Auto an 30 von 365 Tagen vermieten, sind 30\/365 der j\u00e4hrlichen Auto-Kosten als Werbungskosten ansetzbar.<\/p>\n<p><strong>Konkrete Berechnung.<\/strong> J\u00e4hrliche Kosten Ihres Autos: 4.000 Euro (Versicherung 1.200, Wartung 800, Wertminderung 2.000). Bei 30 Vermietungstagen: 30\/365 = 8,2 Prozent. Werbungskosten: 4.000 x 8,2 % = 328 Euro.<\/p>\n<p><strong>Gegenrechnung mit Einnahmen.<\/strong> Bei 600 Euro Einnahmen und 328 Euro Werbungskosten ergibt sich ein steuerpflichtiger Gewinn von 272 Euro. Dieser Betrag wird mit Ihrem pers\u00f6nlichen Steuersatz versteuert.<\/p>\n<p><strong>Plattform-Geb\u00fchren.<\/strong> Wenn Sie \u00fcber Shary, PaulCamper oder Turo vermieten, gehen 15 bis 25 Prozent der Einnahmen als Plattform-Geb\u00fchren ab. Diese sind ebenfalls Werbungskosten.<\/p>\n<h2>Wo die Grenze zur Gewerblichkeit liegt<\/h2>\n<p>Bei zunehmender Vermietungs-Aktivit\u00e4t kann das Finanzamt die T\u00e4tigkeit als Gewerbe einstufen. Drei Kriterien sind relevant.<\/p>\n<p><strong>H\u00e4ufigkeit der Vermietung.<\/strong> Gelegentliche Vermietung (5 bis 15 Mal pro Jahr) ist meist privat. Regelm\u00e4\u00dfige Vermietung (mehr als 30 Mal pro Jahr) wird kritisch beobachtet.<\/p>\n<p><strong>Mehrere Fahrzeuge.<\/strong> Wer zwei oder drei Fahrzeuge gleichzeitig vermietet, betreibt nach Auffassung der Finanzbeh\u00f6rden meist ein Gewerbe.<\/p>\n<p><strong>Gewinnabsicht.<\/strong> Wer mit Vermietung systematisch Gewinn erzielen will (Werbung, Anschaffung dedizierter Vermietungs-Fahrzeuge, professionelles Auftreten), wird als Gewerbe eingestuft.<\/p>\n<p>Wichtig zu wissen: Die Grenze ist nicht starr definiert. Bei Unklarheit beim Steuerberater oder direkt beim Finanzamt kl\u00e4ren, bevor das Vermietungsvolumen w\u00e4chst.<\/p>\n<h2>Folgen einer Gewerblichkeits-Einstufung<\/h2>\n<p>Wenn Ihre Privatvermietung als Gewerbe eingestuft wird, \u00e4ndert sich die steuerliche Behandlung erheblich.<\/p>\n<p><strong>Gewerbeanmeldung.<\/strong> Pflicht beim \u00f6rtlichen Gewerbeamt. Anmeldung kostet meist 20 bis 60 Euro. Sie erhalten eine Steuernummer f\u00fcr gewerbliche T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p><strong>Gewerbesteuer.<\/strong> Bis 24.500 Euro Gewerbeertrag pro Jahr f\u00e4llt keine Gewerbesteuer an. Dar\u00fcber hinaus wird sie nach kommunaler Hebesatz erhoben (typisch 250 bis 450 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Umsatzsteuer.<\/strong> Bei Jahresumsatz \u00fcber 22.000 Euro werden Sie umsatzsteuerpflichtig. Sie m\u00fcssen 19 Prozent USt auf Ihre Mietpreise erheben und k\u00f6nnen im Gegenzug Vorsteuer geltend machen. Unter 22.000 Euro Umsatz Kleinunternehmer-Regelung m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Buchf\u00fchrung.<\/strong> Vereinfachte Buchf\u00fchrung (Einnahmen-\u00dcberschuss-Rechnung) bis 60.000 Euro Gewinn oder 600.000 Euro Umsatz. Dar\u00fcber hinaus doppelte Buchf\u00fchrung mit Bilanz.<\/p>\n<h2>Plattform-Vermietung und Steuern<\/h2>\n<p>Drei Plattformen-Konstellationen unterscheiden sich steuerlich.<\/p>\n<p><strong>Vermietung \u00fcber Shary, PaulCamper oder \u00e4hnliche Plattformen.<\/strong> Die Plattform dokumentiert Ihre Einnahmen automatisch und stellt Ihnen Einnahmen-\u00dcbersichten zur Verf\u00fcgung. Manche Plattformen melden Einnahmen ab bestimmter H\u00f6he direkt ans Finanzamt (analog zu eBay oder Airbnb).<\/p>\n<p><strong>Direktvermietung ohne Plattform.<\/strong> Sie f\u00fchren selbst Aufzeichnungen \u00fcber Einnahmen und Werbungskosten. Bei der Steuererkl\u00e4rung tragen Sie die Werte selbst ein.<\/p>\n<p><strong>Mischvermietung \u00fcber mehrere Plattformen.<\/strong> Alle Einnahmen werden zusammengez\u00e4hlt f\u00fcr die Frage Privat oder Gewerbe. Wer auf Shary 1.500 Euro und auf PaulCamper 800 Euro pro Jahr verdient, hat insgesamt 2.300 Euro zu deklarieren.<\/p>\n<h2>Praxisbeispiel mit Rechnung<\/h2>\n<p>Ein typischer Privatvermieter-Fall.<\/p>\n<p><strong>Ausgangssituation.<\/strong> Sie haben ein zwei Jahre altes Mittelklasse-Auto im Wert von 25.000 Euro. Sie vermieten es 25-mal pro Jahr f\u00fcr je 80 Euro \u00fcber Shary. Plattform-Geb\u00fchr: 18 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Einnahmen-Berechnung.<\/strong> 25 x 80 Euro = 2.000 Euro Bruttoeinnahmen. Plattform-Geb\u00fchr (18 %): -360 Euro. Netto-Einnahmen: 1.640 Euro.<\/p>\n<p><strong>Werbungskosten.<\/strong> J\u00e4hrliche Auto-Kosten: 5.000 Euro (Versicherung 1.500, Wartung 1.000, Wertminderung 2.500). Anteilige Werbungskosten bei 25 Vermietungstagen: 25\/365 x 5.000 Euro = 342 Euro.<\/p>\n<p><strong>Steuerpflichtiger Gewinn.<\/strong> 1.640 Euro &#8211; 342 Euro = 1.298 Euro. Dieser Betrag wird mit Ihrem pers\u00f6nlichen Steuersatz versteuert. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent fallen rund 390 Euro Steuer an.<\/p>\n<p><strong>Netto-Einnahmen nach Steuer.<\/strong> 1.640 Euro &#8211; 390 Euro = 1.250 Euro. Das ist der reale Mehrverdienst aus Ihrer Vermietung.<\/p>\n<h2>Aufzeichnungspflichten<\/h2>\n<p>Auch bei nicht-gewerblicher Vermietung sind Aufzeichnungen wichtig.<\/p>\n<p><strong>Einnahmen-Dokumentation.<\/strong> Datum, Mieter, Mietzeit, Einnahmen, Plattform-Geb\u00fchren. Bei Plattform-Vermietung automatisch dokumentiert, bei Direktvermietung selbst aufschreiben.<\/p>\n<p><strong>Werbungskosten-Belege.<\/strong> Versicherung, Wartung, Reparaturen, gegebenenfalls Verbrauchskosten. Belege sieben Jahre aufbewahren.<\/p>\n<p><strong>Vermietungstage.<\/strong> Genaue Tage der Vermietung dokumentieren, weil dies die Basis der anteiligen Werbungskosten ist.<\/p>\n<p>Wer detaillierte Informationen zur privaten Autovermietung sucht, findet in unserem <a href=\"\/blog\/auto-von-privat-mieten\">Pillar-Artikel zu Auto von privat mieten<\/a> die erg\u00e4nzenden Aspekte.<\/p>\n<h2>Sonderf\u00e4lle: gemeinsame Vermietung mit dem Partner<\/h2>\n<p>Bei Ehepaaren mit gemeinsamem Auto sind Sonderfragen zu beachten.<\/p>\n<p><strong>Vermietung im Namen einer Person.<\/strong> Wenn das Auto auf einen Ehepartner zugelassen ist und nur diese Person vermietet, gelten die normalen Regeln. Einnahmen werden in der gemeinsamen Steuererkl\u00e4rung beim entsprechenden Ehepartner angegeben.<\/p>\n<p><strong>Vermietung gemeinsam.<\/strong> Bei Plattformen wie Shary kann die Vermietung im Namen beider Ehepartner laufen. Die steuerliche Aufteilung folgt dann der Eigentumsstruktur des Fahrzeugs.<\/p>\n<p><strong>Freigrenze gilt pro Person.<\/strong> Jede Person hat ihre eigene Freigrenze von 256 Euro. Bei gemeinsamer Vermietung wird die Aufteilung individuell betrachtet, aber praktisch ist die Person, die offiziell vermietet, der steuerliche Adressat.<\/p>\n<h2>Versicherung und Steuer im Zusammenspiel<\/h2>\n<p>Drei wichtige Querverbindungen.<\/p>\n<p><strong>Versicherungsbeitr\u00e4ge als Werbungskosten.<\/strong> Anteilige Auto-Versicherung ist absetzbar bei der Vermietungsphase. Aber Vorsicht: Wenn Ihre Standard-Kaskoversicherung entgeltliche Vermietung gar nicht abdeckt, gilt die Plattform-Versicherung \u00fcber Shary, PaulCamper oder \u00e4hnliche.<\/p>\n<p><strong>Plattform-Versicherung als Kosten.<\/strong> Manche Plattformen rechnen die Versicherungspr\u00e4mie pro Vermietung als separate Position. Diese Kosten sind ebenfalls Werbungskosten.<\/p>\n<p><strong>Schadensregulierung.<\/strong> Bei Sch\u00e4den w\u00e4hrend der Mietdauer greift die Plattform-Versicherung. Selbstbeteiligungen, die Sie selbst tragen m\u00fcssen, sind bei der Vermietungst\u00e4tigkeit als au\u00dfergew\u00f6hnliche Werbungskosten ansetzbar.<\/p>\n<h2>Plattformen und ihre Reporting-Pflichten<\/h2>\n<p>Seit 2023 gelten neue Reporting-Pflichten f\u00fcr Online-Plattformen.<\/p>\n<p><strong>DAC7-Richtlinie.<\/strong> Plattformen m\u00fcssen Verk\u00e4ufer und Vermieter ab bestimmten Schwellenwerten an die Finanzbeh\u00f6rden melden. Die Schwellen liegen bei 30 Aktivit\u00e4ten pro Jahr oder 2.000 Euro Einnahmen.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Sie.<\/strong> Wenn Sie \u00fcber die Schwellen kommen, meldet die Plattform Ihre Einnahmen automatisch ans Finanzamt. Eine korrekte Steuererkl\u00e4rung ist damit umso wichtiger, weil das Finanzamt die Daten ohnehin kennt.<\/p>\n<p><strong>Praktische Empfehlung.<\/strong> Auch unter den Schwellen Einnahmen sauber dokumentieren. Eine einheitliche Behandlung ist besser als nachtr\u00e4gliche Korrekturen, falls Sie das Volumen \u00fcber die Jahre steigern.<\/p>\n<h2>Tipps zur Steuer-Optimierung<\/h2>\n<p>Drei legale Strategien zur Steuerlast-Reduktion.<\/p>\n<p><strong>Werbungskosten vollst\u00e4ndig erfassen.<\/strong> Viele Vermieter rechnen Versicherung und Wartung anteilig, vergessen aber kleinere Posten wie Reinigungskosten zwischen Vermietungen, Reparaturen aus Nutzung, Werbung der eigenen Vermietung. Diese Posten sind ebenfalls absetzbar.<\/p>\n<p><strong>Wertminderung ber\u00fccksichtigen.<\/strong> Die Wertminderung des Fahrzeugs durch Nutzung ist Werbungskosten. Bei einem dreij\u00e4hrigen Mittelklasse-Auto liegt der Wertverlust pro Jahr bei rund 8 bis 12 Prozent des Anschaffungspreises.<\/p>\n<p><strong>Plattform-Wahl mit Steuer-Sicht.<\/strong> Manche Plattformen weisen Plattform-Geb\u00fchren transparent aus, andere weniger. Eine klare Dokumentation vereinfacht die Steuererkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Wer die Versicherungs-Aspekte vertiefen m\u00f6chte, findet in unserem <a href=\"\/blog\/versicherung-privat-auto-vermieten\">Versicherungs-Ratgeber<\/a> die wichtigsten Versicherungs-Konstellationen bei Privatvermietung.<\/p>\n<h2>Risiko-Szenarien und ihre steuerliche Behandlung<\/h2>\n<p>Drei Sondersituationen sind bei privater Vermietung steuerlich relevant.<\/p>\n<p><strong>Schaden w\u00e4hrend der Mietdauer.<\/strong> Selbstbeteiligungen aus der Plattform-Versicherung sind als au\u00dfergew\u00f6hnliche Werbungskosten ansetzbar. Wenn Sie 1.500 Euro Selbstbeteiligung tragen, mindert das Ihre Vermietungs-Einnahmen oder kann als Verlust mit anderen Eink\u00fcnften verrechnet werden.<\/p>\n<p><strong>Totalschaden des Fahrzeugs.<\/strong> Wenn Ihr Auto w\u00e4hrend einer Vermietung Totalschaden erleidet, ist die Versicherungsleistung Ersatz f\u00fcr Anlageverm\u00f6gen. Die steuerliche Behandlung h\u00e4ngt davon ab, ob Sie das Fahrzeug privat oder bereits als Gewerbeverm\u00f6gen genutzt haben. Im Zweifel mit Steuerberater kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Verkehrsstrafen und Bu\u00dfgelder durch den Mieter.<\/strong> Werden \u00fcber die Plattform an den Mieter weitergeleitet. Bei direkter Vermietung ohne Plattform m\u00fcssen Sie die Durchleitung selbst managen. Die Strafen sind keine Einnahmen, sondern Durchgangsposten ohne steuerliche Relevanz.<\/p>\n<h2>Internationale Vermietung und Steuern<\/h2>\n<p>Wenn Sie Ihr Auto an internationale Mieter vermieten, \u00e4ndert sich die steuerliche Behandlung nicht grundlegend. Drei Punkte sind aber wichtig.<\/p>\n<p><strong>Einnahmen aus EU-Ausland.<\/strong> Werden in Deutschland versteuert, weil Sie hier Ihren Wohnsitz haben. Die Plattform stellt Rechnungen ggf. mit ausl\u00e4ndischen Steuers\u00e4tzen aus, die f\u00fcr Sie aber neutral sind.<\/p>\n<p><strong>Vermietung von Auslandsmietern in Deutschland.<\/strong> Wenn der Mieter aus dem Ausland kommt, das Auto aber in Deutschland mietet und nutzt, f\u00e4llt die Vermietung unter deutsches Recht. Plattform-Versicherung gilt nach Plattform-Bedingungen.<\/p>\n<p><strong>Auslandsfahrten mit dem vermieteten Fahrzeug.<\/strong> Steuerlich keine Auswirkung. Wichtig sind hier eher Versicherungsabdeckung und Genehmigung des Vermieters f\u00fcr Auslandsfahrten.<\/p>\n<h2>Buchhaltung-Tipps f\u00fcr Privatvermieter<\/h2>\n<p>Drei einfache Praktiken ersparen am Jahresende viel Arbeit.<\/p>\n<p><strong>Eigenes Konto f\u00fcr Vermietung.<\/strong> Bei h\u00f6herem Vermietungsaufkommen lohnt ein separates Konto, auf das alle Einnahmen und Werbungskosten laufen. Das vereinfacht die Steuererkl\u00e4rung und vermeidet das m\u00fchsame Aussortieren von Kontoausz\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Kalender mit Vermietungstagen.<\/strong> Eine einfache Tabelle mit Datum, Dauer, Bruttoeinnahmen, Plattform-Geb\u00fchr, Mieter. Diese \u00dcbersicht reicht f\u00fcr die Berechnung anteiliger Werbungskosten am Jahresende.<\/p>\n<p><strong>Belege sammeln.<\/strong> Versicherung, Wartung, Reparaturen, Reinigung. Pro Belegart eine Sammlung. Bei der Steuererkl\u00e4rung k\u00f6nnen Sie die relevanten Posten schnell zuordnen.<\/p>\n<p>Bei kleineren Vermietungs-Volumen reicht eine einfache Excel-Tabelle. Ab 30 bis 50 Vermietungen pro Jahr lohnt sich eine einfache Buchhaltungssoftware oder die Unterst\u00fctzung durch einen erfahrenen Steuerberater mit klarer Kostenstruktur f\u00fcr \u00fcberschaubare Mandate und privatvermietungs-typische Fragestellungen aus der j\u00e4hrlichen Steuerpraxis aktiver privater Vermieter und regelm\u00e4\u00dfiger Plattform-Nutzer.<\/p>\n<h2>FAQ: H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n<p><strong>Bis zu welcher H\u00f6he sind Einnahmen aus privater Autovermietung steuerfrei?<\/strong><br \/>\nBis 256 Euro pro Jahr nach \u00a7 22 Nr. 3 EStG. Diese Freigrenze gilt f\u00fcr alle gelegentlichen Vermietungen zusammen, nicht pro Vermietungsobjekt. Sobald Sie \u00fcberschreiten, m\u00fcssen alle Einnahmen erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p><strong>Was z\u00e4hlt als Werbungskosten bei der Privatvermietung?<\/strong><br \/>\nAnteilige Versicherung, Wartung, Wertminderung, Plattform-Geb\u00fchren, Reinigungskosten zwischen Vermietungen. Berechnet nach Anteil der Vermietungstage am Gesamtjahr.<\/p>\n<p><strong>Wann werde ich als Gewerbe eingestuft?<\/strong><br \/>\nBei regelm\u00e4\u00dfiger Vermietung (\u00fcber 30 Mal pro Jahr), bei mehreren Fahrzeugen oder bei klar erkennbarer Gewinnabsicht. Die Grenze ist nicht starr definiert. Bei Unklarheit beim Steuerberater kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcssen Plattformen meine Einnahmen dem Finanzamt melden?<\/strong><br \/>\nJa, ab 30 Vermietungen pro Jahr oder 2.000 Euro Einnahmen m\u00fcssen Plattformen seit 2023 nach DAC7 melden. Das gilt f\u00fcr Shary, PaulCamper, Turo und \u00e4hnliche.<\/p>\n<p><strong>Gilt die Freigrenze pro Auto oder pro Person?<\/strong><br \/>\nPro Person und pro Jahr. Wenn Sie zwei Autos vermieten und insgesamt 280 Euro verdienen, m\u00fcssen Sie alle 280 Euro deklarieren, weil die Gesamtsumme \u00fcber 256 Euro liegt.<\/p>\n<p><strong>Wo finde ich auf miet24.de Vermietungs-Plattformen?<\/strong><br \/>\nAuf miet24.de finden Sie Privatvermietungs-Plattformen wie Shary nach Region und Fahrzeugtyp filterbar. Vergleichen Sie Plattform-Geb\u00fchren und Versicherungsumfang vor der Anmeldung als Vermieter.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Privat Auto vermieten Steuer<\/strong> ist \u00fcberschaubar, wenn Sie die Grundregeln kennen. Bis 256 Euro pro Jahr steuerfrei, dar\u00fcber Erkl\u00e4rungspflicht mit Werbungskosten-Gegenrechnung. Wer regelm\u00e4\u00dfig und umfangreich vermietet, sollte Steuerberatung einholen, weil dann Gewerbeschwellen relevant werden. Plattformen wie Shary aus dem miet24-Netzwerk dokumentieren Ihre Einnahmen automatisch und vereinfachen die Steuererkl\u00e4rung. Auf <a href=\"\/\">miet24.de<\/a> finden Sie passende Plattformen f\u00fcr die private Fahrzeug-Vermietung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer das eigene Auto an Dritte vermietet, erzielt Einnahmen. Die Privat Auto vermieten Steuer beginnt bei der einfachen Frage: Bis 256 Euro pro Jahr steuerfrei, dar\u00fcber Erkl\u00e4rungspflicht. Wer regelm\u00e4\u00dfig und umfangreich vermietet, kann sogar als Gewerbe eingestuft werden. Wir zeigen die Grundregeln, ohne den Steuerberater zu ersetzen. 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