Hurts

Pop - Sänger

Preis auf Anfrage

Beschreibung

Persönliche Daten
EinsatzgebietWeltweit
Publikumgemischt
benötigte technische Ausstattung vorhandenteilweise
Zielgruppe0-99 Jahre

Die letzte Show der Hurts-Tour nach Veröffentlichung ihres Debütalbums ‚Happiness‘ fand im November 2011 in der Brixton Academy statt. Ein ganz besonderer Abend in einem Venue, in dem sie schon immer als Headliner hatten spielen wollen, und obendrein ein ganz besonderer Abschluss von 18 ganz besonderen Monaten, in deren Verlauf Theo Hutchcraft und Adam Anderson von Träumern ohne Job zu veritablen Popstars avancierten. Dabei amüsierten sie sich königlich, taten das, was sie schon immer hatten tun wollen und ließen ihre Träume Wirklichkeit werden.

Allerdings nicht, ohne unterwegs eine Menge Nerven zu lassen. Zwar zeigten sich bei Theo und Adam bereits im Vorfeld zum großen Finale Erschöpfungserscheinungen, doch beide wollten das Tempo unbedingt immer weiter steigern.

„Wir waren auf dem besten Weg, den Verstand zu verlieren“, antwortet Theo Hutchcraft schlicht auf die Frage nach der Gemütslage der Musiker gegen Ende ihrer unglaublich erfolgreichen ersten Tournee. „Drei Gigs lang war ich überhaupt nicht bei Sinnen, hatte buchstäblich ein Blackout. Es gibt drei Gigs, an die ich keinerlei Erinnerung habe. In Innsbruck kamen wir nach der Hälfte des Auftritts von der Bühne und ich sagte: ‚Ich geh da nicht wieder raus‘. Adam musste mich dazu überreden, auf die Bühne zurückzukehren, denn ich war davon überzeugt, es nicht zu schaffen. Was die Shows in Mailand, Innsbruck und einer anderen Stadt angeht: Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, auf der Bühne gestanden zu haben. Absolut nicht.”

„In Kiew bin ich während der Show eingeschlafen“, erinnert sich Adam mit einer Stimme, die keinen Zweifel daran lässt, dass er es ernst meint. „Es war seltsam: fast so als ob wir süchtig nach dem Leben on the road gewesen wären, weil wir schon so lange unterwegs waren. Als das Ende der Tour dann immer näher rückte, warf uns das aus der Bahn. Deshalb habe ich mich die ganze Zeit mit Alkohol zugeschüttet.”

Ganz offensichtlich benötigten Hurts dringend eine Pause. Sie mussten sich wieder darauf besinnen, wer sie eigentlich waren. Ihre Karriere nahm Anno 2009 ihren Anfang. Wie ein Phoenix hatten sich Hurts aus der Asche von Bureau und später den Daggers erhoben, ihr überwältigendes Video ‚Wonderful Life‘ veröffentlicht und ihr Publikum im Anschluss mit einem Debütalbum überrascht, das aus nicht minder überwältigenden Songs – darunter ‚Better Than Love‘, ‚Stay‘ und ‚Devotion‘ (feat. Kylie Minogue) – bestand. Zwei Jahre lang waren Theo und Adam ständig unterwegs gewesen und hatten in immer größeren Hallen gespielt – hauptsächlich auf dem europäischen Festland, wo sie nach wie vor sensationellen Erfolg genießen – und es war höchste Zeit für eine längere Ruhepause.

„Also nahmen wir uns seine Woche frei“, berichtet Theo, „konnten es aber eigentlich kaum erwarten, wieder loszulegen, Songs zu schreiben und an die Arbeit zu gehen. Eine Woche Urlaub, und schon fühlten wir uns wieder startklar.”

Bei der Entstehung des Nachfolgers zu ‚Happiness‘ hätten Hurts sich die besten Studios und Produzenten dieses Planeten leisten können, immerhin war die Scheibe von Anfang an ein Riesenerfolg gewesen: Der Einstieg in die UK-Albumcharts auf dem vierten Platz mit mehr als 25.000 verkauften Einheiten machte Hurts 2010 im UK zur Band mit den schnellsten Plattenverkäufen, und zwar noch bevor Adam und Theo Kontinentaleuropa eroberten. Inzwischen hat sich ihr erstes Album über zwei Millionen Mal verkauft und dabei 14 Top-Ten-iTunes-Platzierungen kassiert, darunter erste Plätze in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Finnland und Luxemburg. Das Album wurde im UK und in Österreich mit Gold, in Polen, der Schweiz und Russland mit Platin sowie in Deutschland und Finnland mit doppeltem Platin ausgezeichnet. Und dann sind da noch 250.000 verkaufte Tickets. Hurts’ Erfolg war so phänomenal, dass ihr Label ihnen völlig freie Hand ließ.

Es sollte sich jedoch herausstellen, dass ihnen der Sinn nach etwas Vertrautem stand. Und so bezogen sie im Dezember 2011 gemeinsam eine Wohnung in der ‚Curry Mile‘ von Manchester – jener Straße, wo sie als Arbeitslose während der Entstehung ihres ersten Albums gewohnt hatten.

Theo: „Das mag romantisch klingen, aber im Grund muss man unsere Geisteshaltung hinterfragen; Plötzlich wohnten wir wieder in der Nähe desselben Eckladens und derselben Bushaltestelle wie damals vor vier Jahren, als wir uns gerade kennengelernt hatten. Wenn du wieder durch dieselbe Straße läufst, auf dem Rückweg vom selben Laden, vergisst du plötzlich, dass sich inzwischen etwas verändert hat. Ich meine, das war kein Fall von ‚Ach, lass uns zu unseren Wurzeln zurückkehren‘ oder etwas in der Art; es ging eher darum, dass wir keine Ahnung hatten, wie man anders arbeitet.“

Adam: „Wir hatten versucht, während der Tour Songs zu schreiben, aber das erwies sich als Reinfall, absolut unmöglich, das haben wir einfach nicht hinbekommen. In den ersten paar Monaten, als wir an dem Album arbeiteten, waren wir sehr fokussiert, und das war wichtig. Wir hatten zwei Schlafzimmer, ein Studio und eine Küche, und das war’s. Also wurden wir jeden Tag wach, arbeiteten, bis wir kaum noch die Augen aufhalten konnten, und gingen wieder ins Bett.”

Theo: „Sechs Monate lang jeden Tag in einer Wohnung, sechs Tage pro Woche. Das haben wir durchgezogen, bis wir kurz vor dem Wahnsinn standen. Anders können wir offenbar nicht arbeiten: Wir arbeiten, bis wir das Gefühl haben, den Verstand zu verlieren, weil wir dann sicher sein können, unser Bestes gegeben zu haben. Ehrlich gesagt fühle ich mich am elendsten, wenn ich Musik schreibe, und das meine ich ernst. Damit will ich sagen, dass ich zwar nie glücklicher bin als wenn ich schreibe, aber wenn wir nicht aufpassen … ist das ganz und gar nicht gesund.“

Die ersten Songs waren ‚Blind‘ und ‚Help‘, die beide sehr viel mit dem Debüt gemein haben. Insbesondere Letzterer ist genau die Art von gigantischer, melancholischer, Chor-gestützter, traurig-und-zugleich-beflügelnder Ballade, wie man sie von Hurts kennt und entstand um Weihnachten 2011. Doch nachdem diese beiden Stücke fertig waren, veränderte sich alles drastisch.

Adam: „Als Erstes dachte ich, dass die Musik schwerer, schneller und aufregender werden musste. Eine fundamentale Veränderung bestand schon mal darin, dass wir das erste Album am Piano und das zweite auf der Gitarre geschrieben hatten: Das ist ein großer Unterschied. Und wir hatten in Europa Arena-Konzerte mit einem Album, zwei B-Seiten und etwa 20 Minuten Gelaber bestritten. Also saßen wir nun da und dachten: ‚Okay, wenn wir diese Art von Song hätten oder jene Art von Song in einer Arena spielen würden, wäre das der Wahnsinn‘. Wir haben erlebt, welche Nummern funktionieren. So ist zum Beispiel ‚Evelyn‘ von der ersten Platte wahrscheinlich der alleinige Vorläufer zu diesem ganzen zweiten Album, weil es ein bisschen schwerer und dynamischer klingt und live am meisten Spaß gemacht hat.“

Theo: „Wir hatten viel über Industrial Music geredet und darüber, wie man sie macht, weil das die Art von Musik war, die wir in den letzten zwei oder drei Jahren gehört hatten; Nine Inch Nails und so. Uns ist schon vor langer Zeit klargeworden, dass man die Musik, die man mag, nicht einfach kopieren kann: Im Grunde kann man nur die Musik machen, die man macht. Wie sollten wir also ‚The Downward Spiral’ hören und Elemente davon übernehmen und in unsere Musik einbauen? ‚Happiness‘ klang sehr kontrolliert und kalt, und dieses Mal wollten wir einen schmutzigeren, verschwommeneren und wilderen Sound.“

Adam setzte sich noch einmal hin und hörte sich Demos an, die er und Theo mit ihren alten Bands aufgenommen hatten. Er empfand sie als naiv, voller Fehler und doch irgendwie energiegeladen. Auf Basis all dieser Elemente entstanden neue Stücke wie ‚Exile‘ – dem das zweite Album seinen Titel verdankt – und ‚The Road‘ (das als erster Vorgeschmack auf das Album veröffentlicht wurde). Hierbei handelt es sich um eine schwere, verzerrte, gitarren-orientierte Nummer, die – wie Theo es ausdrückt – „uns erkennen ließ: ‚Wow, wir können tatsächlich das umsetzen, was uns durch den Kopf gegangen ist‘. Wir wollten, dass die Leute als erstes ‚The Road‘ zu hören bekommen, weil es das extremste Beispiel für die Idee hinter dem Album ist.“

Die erste echte Single ‚Miracle‘ zeichnet sich ebenfalls durch einen Riff aus (ursprünglich von Theo gesungen), weist aber immer noch die geballte melodische Kraft auf, die man von einem Hurts-Song erwarten darf. Laut Adam verlief die Entstehung ähnlich wie bei ‚Stay‘ vom ersten Album, als beide sofort wussten, dass ihnen etwas ganz Besonderes gelungen war. Von da an produzierten sie mit gestärktem Selbstvertrauen neue, noch eigenwilligere Melodien. So zeichnet sich ‚Sandman‘ durch ein unverkennbares R’n’B-Feeling aus, von dem Theo sagt: „Wir versuchten herauszufinden, ob wir einen Song hinbekommen würden, der wie Hudson Mohawke klingt, nur als Popnummer.“ Dann sind da noch ‚Cupid‘ und ein gemeinsamer Lieblingssong in Form von ‚The Crow‘.

Adam: „Das ist die müheloseste Nummer, die uns je gelungen ist, und genauso klingt sie. Als wir vor ein paar Jahren als Band starteten, gaben wir uns immer große Mühe, Lieder zu schreiben, die Wirkung zeigten. Das ist glaube ich eine Sache, die wir gelernt haben, und ‚The Crow‘ ist das perfekte Beispiel dafür: Wir müssen uns nicht immer so anstrengen. Herausgekommen ist ein elegantes Stück, das dir nicht ins Gesicht springt.”

Nach sechs Monaten Sklavenarbeit in Manchester, während der sie sich selbst zur Verzweiflung trieben, stieß Jonas Quant dazu, der bereits das erste Album produziert hatte. Für Adam und Theo ist er maßgeblich dafür verantwortlich, wie Hurts heute sind, doch die Art ihrer Zusammenarbeit hat sich verändert. „Beim ersten Album schrieben wir die Songs am Klavier, schickten ihm die Klaviervocals und er schuf das Drumherum”, erklärt Adam, „Manchmal fühlte ich mich dann auf der Bühne als ob wir keine Kontrolle mehr über unsere eigenen Songs hätten. Bei diesem Album dagegen spüre ich, dass es wirklich unsere Songs sind: Das hier sind Nummern, bei denen Musik, Texte und Gesang von uns stammen. Ich freue mich darauf, sie zu spielen und zu fühlen.“

Theo: „Von Anfang an wollten wir mutig sein und unerschrocken Risiken eingehen. Rückblickend stand die erste Platte damals, so wie wir sie gemacht und präsentiert haben, im Gegensatz zu dem, was zu der Zeit auf der Musikszene passierte. Aber wir haben Mut und Entschlossenheit bewiesen: Bei derartigen Herausforderungen laufen wir zur Höchstform auf.“

Adam: „Wir klangen ziemlich einzigartig verglichen mit dem, was damals sonst so zu hören war. Inzwischen haben die Leute eine Vorstellung davon, wie Hurts klingen, deshalb mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Wir mussten uns verändern. Und mit dieser Platte ist uns das gelungen.”

„Das ist“, meint Theo abschließend, „eine andere Art von Mut.“

Video

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Mietbedingungen

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